Robert Cohn

Robert Cohn

Stipendiat Literatur 2011
Werkgabe Inv-Nr. BK-2011-EY

Robert Arimelech Cohn, geboren Anfang der Sechziger, Schulzeit in Argentinien und Frankreich, Studium: Études de lettres et littérature française (in Paris), Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie und Romanistik (in Freiburg i.Br. und Hamburg), arte lingua e cultura italiana (in Perugia, Italien), hat seit 1989 einen lieben Sohn (*Lukas, siehe weiter unten!*), hat Museumsführungen über den Alten Orient, Phönizier, Kanaaniter, Skythen und sowas gemacht, war Archivar und wissenschaftlicher Mitarbeiter, war mal Gemüsehändler und Bettenbauer, hat Ausstellungen über Neugotik, über Sefarden und sowas aufgebaut, geleitet und abgerissen, macht öffentliche Stadtführungen durch St. Pauli, singt und schreibt jidische Lieder, polemisiert im Internet für die Guten, hat seine Jugend verloren, war jahrelang im Winter auf Landstraßen und Nachts in Moor & Eis mit dem Fahrrad unterwegs, macht seitdem französische Blitzgedichte, erteilt Seminare über das Judentum, hat 2008 den Hamburger Förderpreis für Literatur und 2011 ein Literatur-Stipendium in Lauenburg/Elbe gekriegt, hat Vorträge über Nahost, Israel, Antisemitismus und sowas gehalten, war mal Veranstalter von Hamburger Autorenlesungen und hat dabei seinen rosigen Teint verloren, verfasst Wikipedia-Artikel auf Deutsch und Französisch, liest bei Autorenlesungen, hat sein Herzeleid verloren und es alsbald wohlbehalten wiederbekommen, ist ein permanent ex-Schwermütiger und fuhr nie zur See, obwohl er so gerne…

Ich lebe in Hamburg-St. Pauli, denn da existiert es sich ab und zu ziemlich okay. Zumal als ex-Schlemihl und halbsatter Hungerkünstler.\nUnd bin scheints der verflixt Allereinzige in dieser 2-Millionen-Stadt, der auf Jidisch Liedertexte dichtet und der aus dem Portugiesischen und dem Ladino ins Jidische übersetzt – und der das auch noch singt. Ach. Wer versteht das schon außer den üblichen dreieinhalb Verdächtigen?

Suchbegriffe: Literatur, Jg. 26, 2011, BK-2011-EY,
Malerei