OFFENES ATELIER DE

OFFENES ATELIER

SOUNDSCAPE LAUENBURG

Workshop / Kooperationsprojekt mit dem Künstlerhaus Lauenburg und der Albinus-Gemeinschafts-Schule

Vom 15.6.-17.6.2021 hat der Workshop SOUNDSCAPE LAUENBURG, ein Kooperationsprojekt mit dem Künstlerhaus Lauenburg und der Albinus-Gemeinschafts-Schule stattgefunden. Die Teilnehmer*innen beschäftigten sich über mehrere Tage mit der akustischen Dimension der Stadt Lauenburg.

„Was ist oben, was ist unten?“ Der Titel nimmt Bezug auf die Situation, dass Lauenburg in eine historische Altstadt, die sogenannte Unterstadt, und eine sehr viel später entstandene Oberstadt geteilt ist – ein Gegensatz, der maßgeblich das Stadtbild und die Identität der Einwohner bestimmt. Ausgehend von der hörenden Erkundung der Klangumgebung und dem Sammeln von Klangmaterial wurden in dem Workshop Klangstücke konzipiert, welche besonders die Identität und Strukturen des Ortes in den Fokus rückten. Hierbei stand eine assoziative Herangehensweise im Vordergrund und ermöglichten ein freies und auch ortsunabhängiges Arbeiten für die Teilnehmer*innen.

Entwickelt wurde ein Soundwalk, welcher in Ergänzung zum Klang Parcours Lauenburg die audiovisuellen Arbeiten auf einem gemeinsam erarbeiteten Weg im Stadtraum präsentiert. An ausgewählten Stationen platzierte QR-Codes machen Klang-, Bild- und Videoarbeiten auf dem Smartphone oder Tablet digital darstellbar. Dies ermöglicht, die erarbeiteten recherchebasierten Kunstwerke mit den Orten in einen Dialog zu stellen und einer Vielzahl der Lauenburger Bürger*innen zugänglich zu machen.

Das Projekt wurde mit der Klasse 11b unter Leitung von Julia Eckhardt und dem offenen Atelier des Künstlerhaus Lauenburg durchgeführt.

Hier die Links zum Anhören in Soundcloud

soundcloud.com/user-556332757/scary-garden
soundcloud.com/user-556332757/mein-song
soundcloud.com/user-556332757/gerauschkulisse-furstengarten
soundcloud.com/user-556332757/spaziergang-in-elbstrase
soundcloud.com/user-556332757/der-rhythmische-furstengarten

Das Projekt wurde gefördert von der LIEBELT-STIFTUNG Hamburg.


Soundscape 2020 – Fotos: Benjamin Stumpf

OFFENES ATELIER – SOUNDSCAPE

Um die Klänge und akustische Charakteristik der Stadt ging es im Klangkunst-Workshop „Soundscape Lauenburg“, der vom 30. Juni bis 5. Juli 2020 auf der Brachfläche Hamburger Straße stattgefunden hat. Über eine Woche lang wurden gemeinsam Töne und Geräusche erforscht und gesammelt, die anschließend in eine gemeinschaftliche Klangskulptur überführt worden sind. Die künstlerische und handwerkliche Umsetzung wurde von Benjamin Stumpf (Offenes Atelier Künstlerhaus) und Fritjof Mangerich (Stipendiat Künstlerhaus 2020) begleitet sowie von sehr engagierten Teilnehmerinnen unterschiedlichen Alters erbaut. Die schwingende Architektur lädt nun zum Hören, Fühlen, Entdecken und Verweilen ein und soll sich in einem fortlaufenden Entwicklungsprozess im Austausch mit den Bewohnerinnen weiter verändern.


STADTGALERIE

Wunschbaum Workshop von Fumiko Kikuchi – Fotos: F. Kikuchi

DAS OFFENE ATELIER

In 2017 hat das Künstlerhaus Lauenburg mit der Neukonzeption des „Offenen Ateliers“ erfolgreich eine erweiterte Struktur der Kunst- und Kulturvermittlung aufgebaut. Hauptziele sind vor allem die Kooperation mit unterschiedlichen lokalen und überregionalen Institutionen, Vereinen, Schulen, Universitäten, Kunsthochschulen und der Dialog mit der Stadtbevölkerung Lauenburgs.
Unter Mitarbeit von Benjamin Stumpf, aktuellen wie ehemaligen Stipendiatinnen und anderen Künstlerinnen finden regelmäßig verschiedene freie und institutionelle Workshopmodule statt, die sich einem wechselnden Jahresthema widmen. Benjamin Stumpf ist seit 2015 als Kulturvermittler des Landes Schleswig-Holstein tätig.

Ab Herbst 2021 verortet sich das Offene Atelier in den neuen Räumlichkeiten der Stadtgalerie Künstlerhaus Lauenburg.


STADT IM WANDEL

Jahresthema 2020/2021: „Stadt im Wandel“

In 2020/2021 stellt das Offene Atelier die künstlerische Auseinandersetzung mit Stadtentwicklung und Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung in den Fokus. Seit 2017 befindet sich die Neustadt Lauenburgs im baulichen Wandel, eine Neukonzeption des Innenstadtkerns wird aktuell überarbeitet mit dem Ziel diesen Stadtteil wieder stärker zu beleben, Leerstand zu reduzieren und einen neuen Ortskern zu schaffen. Zudem haben verschiedene Investoren die Qualitäten der Stadt, unweit von Hamburg, für sich entdeckt. Hierdurch stehen große Veränderungen und neue Herausforderungen für die Stadt, das Stadtbild und das soziale Gefüge an. Mit Workshops, Podiumsdiskussionen, künstlerischen/akustischen Interventionen und verschiedenen thematischen Veranstaltungen möchte das OFFENE ATELIER diesen Transformationsprozess begleiten und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass alltagstaugliche, qualitativ lebenswerte und nachhaltige Stadtentwicklung nur unter Einbezug der Bewohnerinnen gelingen kann. Welche Art von Stadt wünschen sie sich und wie können sie in planerische Prozesse einbezogen werden? Welche Kriterien werden der Stadtplanung zugrunde gelegt: wirtschaftliche, soziale oder ökologische? Welche Möglichkeiten eröffnen künstlerische oder interdisziplinäre Arbeitsansätze, um Stadt anders und neu zu denken? Im Austausch mit dem Amt für Stadtentwicklung, Anwohnerinnen und Interessierten jeden Alters sowie Künstlerinnen und den Residenzstipendiatinnen sollen Bedürfnisse und Visionen für ein zukünftiges Lauenburg diskutiert, innovative Methoden zur Bürgerbeteiligung erprobt werden. Es geht um Kommunikation, Partizipation und Eigeninitiative. Dazu findet seit Frühjahr 2020 eine temporäre Zwischennutzung der Brachfläche an der Hamburger Straße durch das Künstlerkollektiv „Baltic Raw Org“ statt. Dieser Satellitenort des Künstlerhauses im öffentlichen Raum ist ein wandelbarer Möglichkeitsraum. Bei der Nutzung sollen möglichst viele lokale Initiativen und Netzwerke eingebunden werden, damit ein fruchtbarer Austausch entstehen kann.

Feste Kooperationspartner des Offenen Ateliers:

  • Leuphana Universität Lüneburg, Institut für Kunst, Musik und ihre Vermittlung
  • Muthesius Kunsthochschule, Kiel
  • Albinus Gemeinschaftsschule, Lauenburg/Elbe
  • AWO Wohn- und Servicezentrum, Lauenburg/Elbe
  • Tourist-Information Lauenburg/Elbe
  • Elbschifffahrtsmuseum Lauenburg/Elbe

Das Offene Atelier wird gefördert durch:

  • Versorgungsbetriebe Elbe GmbH
  • Bundesprogramm Demokratie leben!
  • Stiftung Herzogtum Lauenburg
  • Lions Club Herzogtum Lauenburg

Klangforschung und Komposition an drei Institutionen

Offene Atelier im Künstlerhaus Lauenburg, Leuphana Univ. Lüneburg und Muthesius Kunsthochschule Kiel

Mehr zum Thema erfahren Sie über die Online-Plattform die als „Tool“ die interdisziplinäre Arbeit der Institutionen mit dem gemeinsamen Thema „Klangforschung“ ermöglicht und darstellbar macht.

www.llaudioll.de/sound-in-transition/